Eindrücke
Worum geht's?
Hier werden künftig Eindrücke, die im Laufe der Arbeit zum runden Tisch Berlin anfallen geschildert. Dies soll zeigen, daß hier Menschen am werken sind und einen Eindruck vermitteln, wie sich die Arbeit gestaltet. Die Zeit in der wir jetzt leben ist voller verschiedener Aspekte und sehr lebendig. Sie ist geprägt von Änderungen und von Konflikten. Die Nachrichten sind voll von schlechten Meldungen die beinahe 100% in Anspruch nehmen. Das Bild, daß sich dabei ergibt steht in starkem Widerspruch zu den gebotenen Spielen einer Vergnügungsgesellschaft, die anscheinend nicht mehr in der Lage ist zu bemerken, was um sie herum geschieht.

Aber es gibt auch Lichtblicke und diese sollen hier ihren Platz finden. Damit soll der Versuch unternommen werden einen Ausgleich zum Einerlei des oft düsteren Alltags zu schaffen. Dies kann nur ein kleiner Ansatz, ein Keim sozusagen sein, aber es ist ein Anfang.

 

21.03.2007 Gespräch mit Sabine in Köln
Am 20.03. erhielt ich mit der Bestellung zum Rundbrief auch eine Nachricht aus der hervor ging, daß Sabine gerne mitwirken will bei unserer Arbeit.
Am 21.03. um 3:03 sendete ich eine Bestätigungsnachricht und eine Antwort zu der Anfrage raus. Bereits um 8:11 hatte ich eine Antwort wo ein Verweis auf die Internetseiten von Sabine zu finden war und ein Gesprächsvorschlag für 13:00 Uhr. Ich schaute also auf die Seiten um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Dabei las ich einen Text und war total begeistert, denn was ich dort las, daß war mit klaren Worten und voller Energie geschrieben. Es wurde mir ganz warm ums Herz und ich war gespannt auf das Gespräch. Ich bestätigte den Gesprächstermin und kurze Zeit später klingelte es schon.
Nach kurzem hin und her einigten wir uns auf die Anredeform im Du und plauderten in angenehmer Art und Weise. Wir berichteten kurz über unseren Werdegang und was wir so vor haben.

In der Sache fanden wir schnell die Gemeinsamkeiten und vereinbarten künftig eine Zusammenarbeit zu probieren. Dies geschah dabei alles in sehr angenehmer und herzlicher Weise. Es beflügelte mich in meinem Tun noch lange in den weiteren Tag und bis spät in die Nacht. Es ist schon erstaunlich und schafft Hoffnung, wenn zwei fremde Mensche und noch so weit auseinander wohnend, so wunderbar miteinander reden können. Das ist ein echter Lichtblick in der sonst so gedrückten Stimmung. Vielen Dank liebe Sabine.

 

22.03.2007 Gespräch mit Günter Gärtner in Dresden
Der Günter hatte eine Mitteilung ins Gästebuch geschrieben und einen Linktausch angeboten. Daraufhin habe ich mir die Seiten angeschaut und war zunächst skeptisch, denn einiges erschien mir etwas kämpferisch und ich hinterließ einen entsprechend kritisch abgefaßten Eintrag im Gästebuch und bot an, daß wir uns telefonisch austauschen können. Obwohl die Inhalte der Seiten sachlich weitgehend in Übereinstimmung mit meinen Kenntnissen waren, hatte ich ein unklares Gefühl im Bauch und rechnete eher damit, daß keine Reaktion kommen würde.

Doch weit gefehlt, denn der Günter rief mich ziemlich schnell zurück und war freundlich und offen in seiner Art. Es entwickelte sich ein langes und sehr angenehmes Gespräch, daß so ganz im Gegensatz zu meinen Erwartungen verlief. Wir fanden schnell viele gemeinsame Punkte und verständigten uns darauf eine gegenseitige Unterstützung anzustreben. Diese wird zuvor noch am Runden Tisch Berlin besprochen, aber ansonsten steht dem nichts im Wege.

Dies zeigt mir wieder wie wichtig es ist unvoreingenommen aufeinander zuzugehen. Es sind schon so viele Menschen auf dem richtigen Weg, aber sie müssen sich noch finden um gemeinsam die großen Probleme unserer Zeit zu bewältigen. Das dabei durchaus verschiedene und nicht immer identische Wege gleichzeitig beschritten werden, daß ist nicht unbedingt hinderlich, sondern vielleicht sogar förderlich für die Sache. Vielen Dank lieber Günter.

 
  Eine unerwartet positive Rückmeldung

Gestern hatte ich mal wieder den Newletter eines Unternehmensberaters erhalten. Dabei gefiel mir die Einleitung so, weil sie so herrlich ironisch aber zugleich locker abgefaßt war, daß ich dachte, schreib doch einfach mal darauf und teilen neben dem angenehmen Eindruck auch gleich mal die Existenz der Seiten der-runde-tisch-berlin.info mit. Mal sehn was dabei raus kommt.

Und prompt kam heute eine freundliche Antwort und signalisierte Interesse. Zusätzlich kam eine Empfehlung und ein Treffen im nächsten Monat dabei raus. Das war nicht nur unerwartet, sondern zeigte mir wieder, daß es den Versuch immer lohnt. So einfach finden sich fremde Menschen zusammen und das ist schön in einer Zeit wo jeder gegen jeden mißtrauisch ist.

 

01.06.2007 Wie die Zeit verrent
  Es ist schon wieder eine Zeit her, daß ich  hier mal wieder was eintragen konnte. Am letzten Datum sehe ich erst wie schnell die Zeit verrent. Das Arbeitsaufkommen ist gestiegen und so merke ich kaum etwas davon. Es haben sich so viele Dinge ereignet. Ich habe viele Menschen kennen gelernt und dabei viele gute Gespräche geführt. Sicher, nicht immer läuft alles so wie es geplant war, aber es geht doch voran.

Manches Mal denke ich, daß mir das alles über den Kopf wächst oder das es eigentlich keinen Sinn macht. Immer dann, wenn ich mal wieder feststelle wie ignorant sogenannte Behörden reagieren, oder besser nicht reagieren. Die Folgen der Gehirnwäsche sind vieler Orts überdeutlich zu spüren und da kann schon die Frage aufkommen, was das alles soll. Doch schon nach kurzer Zeit sage ich mir, Du weist doch genau wie alles zusammen hängt. Mit Jammern oder Fliehen kommst Du nicht weiter. Der einzig Weg hinaus aus diesem Dilemma ist der Weg hindurch.

Bestätigt werde ich dann immer wieder durch die Gespräche mit Menschen die sich schon ein gutes Stück aus diesem Sumpf der Manipulation befreit haben. Einige haben dabei soviel Tatendrang, daß ich schon ins Staunen komme. Es ist also keineswegs zu spät oder Grund zur Panik. Die vielen, kreativen Kräfte arbeiten unentwegt, nur, daß dies kaum von der "Öffentlichkeit" wahrgenommen wird. Der Zeitpunkt ist nicht mehr fern, da werden sich alle diese Kräfte so eingeschwungen haben, daß sich alles, quasi von alleine regeln wird. Es liegt etwas in der Luft und das spüren viele Menschen, aber kaum einer kann es deuten.

 

19.06.2008 Abstieg vom toten Pferd
  Wie an dem Zeitraum zur letzten Eintragung unschwer zu erkennen ist, gab es offenbar mehr zu tun, als hier mal wieder etwas persönliches nieder zu schreiben. Nun ist es aber mal wieder an der Zeit mir etwas vom Herzen zu schreiben. Obwohl ich es schon lange wußte, daß eine Entscheidung anstand, habe ich diese immer wieder vor mir her geschoben. Ich habe verschieden Auswege versucht, aber die Erfolgsaussichten waren dabei vorhersehbar gering. Heute ist es mir dann klar geworden, daß das Pferd auf dem ich geritten bin, schon seit geraumer Zeit tot war. Das war eine bittere Erkenntnis.

Eine Erkenntnis aber, die nicht nur notwendig und überfällig war, sondern auch eine Entscheidung von mir verlangte. Diese habe ich nun getroffen und das wird Folgen haben, die ich noch nicht absehen kann. Aber so war es schon immer in diesem Spiel. Ich tat das, was sich aus meinem Inneren in die Tat drängte und es änderte sich vieles. Dabei habe ich viel bewegt und auch gelernt. Nun ist mal wieder einer dieser Punkte erreicht und ein neuer Abschnitt in meiner Arbeit fängt an. Wie so oft im Leben, muß zunächst das Alte abgerissen werden um für etwas neues Platz zu schaffen. Der runde Tisch Berlin war verschlissen und in der aktuellen Form nicht mehr tragbar. Wie alle Gruppierungen die nicht vom Imperium gestützt oder in dessen Sinne arbeiten, mußten auch wir viele Stürme durchkreuzen und jetzt ist die Mannschaft, soweit noch vorhanden, am Ende. Daher habe ich mich jetzt von ihr getrennt und stehe alleine auf dem zerzausten Schiff.

In einer Zeit wo jeder Hans und Franz seine eigene Initiative aufmacht, ist kaum noch Platz für weitere Initiativen. Es wird langsam spürbar eng und viele aktive Menschen können sich kaum noch entscheiden, wohin, wo doch alles so verlockend ist. In einer Stadt wie Berlin finden täglich hunderte, wenn nicht sogar tausende von Veranstaltungen statt. Dabei einen Platz zu erringen, schafft Zwänge, die nicht unbedingt dem Ziel dienlich sind. Werbung ist hier Pflicht und kostete entsprechend, was die Reichweite einer jeden Gruppe ganz klar begrenzt. Reste von tierischen Instinkten und Rudelverhalten, verhindern die Ansammlung von starken Menschen in einer Gruppe. Meist bleibt nur der Stärkste, beladen mit einer Schar von Schwachen bestehen. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann die sich daraus ergebenen Konflikte zum Zerfall führen. Und dieser Punkt ist jetzt erreicht. Ein aktiver kann keine auch noch so kleine Gruppe von inaktiven Menschen, auf Dauer ertragen.

Der moderne Deutsche ist dabei ein besonderes Problem, denn dieser Menschentypus hat kaum mehr genug Energie in sich um zu überleben, geschweige denn, mal so richtig sein brach liegendes Potential zu bemühen. Unterwürfig und überladen mit auferlegter Schuld, schleppt sich dieser Mensch nur mühsam durchs Leben. Und auch die Jugend, welche eigentlich noch genügend Potential hat, vernichtet planvoll mit Cola Light und dergleichen hochgiftigem Sondermüll ihr Hirn, bevor es überhaupt Reife erlangen kann. Umerzogen zum erfolgverwöhnten Single, immer in Opposition zu allem Möglichen, unfähig zu integrativen Denken und dergleichen mehr, das ist der moderne Sklave, der mit bunten Bildern, schräger Musik und billiger Unterhaltung am Kochen zu halten ist. Dieser Menschentypus kann mit sich selbst nichts anfangen und braucht immer Anreize von außen, denn im Inneren ist zwar alles laut und bunt, aber ohne wirkliche Werte. Armes Deutschland.

Auch wenn dies nur ein wirklich kurzer Anriß einer unübersehbaren Ursachenmenge ist, es packt mich das eine oder andere Mal ein Anflug von Resignation oder manchmal auch Wut. Dabei kann ich eigentlich nicht wirklich wütend sein über das was ich sehe, denn in mir ist immer sofort der Verteidiger auf der Matte, der für alles einen Grund findet. Doch was bringt mir das dauernde Verständnis für das was ich sehe, wenn es uns doch in ein düsteres Tal der Menschheitsgeschichte zu führen scheint. Sicher, da gibt es die Schar der immer lachenden Esoteriker, die locker über das Elend hinweg sehen können, denn schließlich sind alle selbst verantwortlich und nicht zuletzt wird es das gerade begonnene Zeitalter von ganz alleine richten. Abwarten heißt die Direktive von Piep, Piep, Piep wir haben uns alle lieb. Die Kosmische Energie steigt und steigt und steigt und überhaupt, in 2012 kommt der Aufstieg der ganzen Erde in eine höhere Dimension. Das wird die "Bösen" in die Hölle beamen und die "Guten" machen danach Dauerparty und bekommen Engelsflügel. Na prost Malzeit und schöne neue Welt.

Da kommt schon mal die Frage in mir auf, "kann ein ganzes Volk geisteskrank werden?" oder bin ich es, der nicht mehr alle Schüsseln im Schrank hat? Doch dann gibt es immer wieder Lichtblicke und so ist mir in einem Gespräch mit einem wachen Menschen klar geworden, daß auch diese Betrachtung nur Geistesgift ist, das innere Zerrissenheit produziert und die innere Stärke unterwandert. Sicher, nach Ursache und Wirkung, schaffe ich an meiner Welt mit, aber ebend nur mit, denn da sind ja schließlich noch die Anderen und die machen mit ihrer Energie mit, bei diesem Gruppenspiel. Es ist also fatal zu glauben, oder besser sich einreden zu lassen, daß ausschließlich alles in einem selbst beruht. Das ist so wie in der Wissenschaft, wo immer mit theoretischen Modellen von abgeschlossenen Systemen gerechnet wird, obwohl dies in der Wirklichkeit nicht möglich ist.

Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, daß ich dringend mal wieder ein Mütze Schlaf bräuchte und daher ist hier mal wieder Schluß. Wenn ich das runde Tisch Berlin Schiff wieder auf Vordermann bringen will, dann brauche ich ausreichend Kraft dafür und das bedingt auch die eine oder andere Mütze Schlaf. Es geht weiter, nur das wie ist noch nicht klar, wird sich aber klären, da bin ich zuversichtlich.

 

 
   
 
 

Der runde Tisch Berlin
Copyright © 2007 Thomas Patzlaff.  Alle Rechte vorbehalten.
Stand: 19. Juni 2008